Fachinteresse hat Priorität

Geistes- und Sozialwissenschaften

Persönliches Fachinteresse hat Priorität! Für Geistes- oder Sozialwissenschaftler  gilt das mehr als für die allermeisten anderen Akademiker. Dass sie ihre Expertise vor allem um der Sache bzw. des Inhalts willen erworben haben, ist nicht zuletzt durch Studien belegt.
Aber selbstverständlich interessieren sie sich auch für ihre Gehaltsmöglichkeiten. Für mehr als 40 Prozent dieser Kandidaten sind die Einkommensaussichten vorhersehbar, denn sie gehören laut Mikrozensus zur Gesamtgruppe der Lehrer und können ihre Vergütung in den Tarifverträgen des Öffentlichen Dienstes ablesen. Der Großteil der Karrieren, die auf geistes- oder sozialwissenschaftlicher Vorbildung beruhen, verläuft allerdings überwiegend nicht linear. Häufig steigen Geistes- und Sozialwissenschaftler erst nach einer „Übergangstätigkeit“ in ihren richtigen Job ein. Und Patchwork-Lebensläufe kommen bei Sozialwissenschaftlern häufiger als bei anderen Akademikern vor. Was sie am meisten reizt, sind die besonderen Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten, die ihnen ihr Job bieten soll.

Groß ist dementsprechend die Spannbreite der Gehälter für Geistes- und Sozialwissenschaftler: Sie können – bedingt durch ungünstige Quereinstiege – sehr niedrig, andererseits aber auch recht hoch sein, liegen jedoch insgesamt unter dem Durchschnittswert, den Akademiker erreichen. Wer im Call-Center hängenbleibt, durchstößt selten die Schallmauer von 30.000 Euro Jahresbrutto. Dagegen sind im Marketing- oder Produktmanagement und im Consulting mehr als 60.000 Euro möglich.

Konkrete Stellenangebote haben für Geistes- und Sozialwissenschaftler im Vergleich zu anderen Akademikern Seltenheitswert. Nur 15 Prozent der Unternehmensgesuche entfallen auf sie, ergab eine Staufenbiel-Umfrage zu den Jobtrends 2015. Mit 60.000 bis 80.000 Absolventen pro Jahr stellen sie allerdings etwa ein Viertel aller Bewerber, die aus den Hochschulen in den Arbeitsmarkt drängen.

Gesucht werden sie – wenn überhaupt – im Gesundheitswesen, in Bildung & Forschung, im Sozialwesen und in der Öffentlichen Verwaltung. Zu finden sind sie allerdings querbeet – und zu mehr als 50 Prozent in Berufen, die mit geistes-, kultur- oder sozialwissenschaftlichen Inhalten wenig bis nichts mehr zu tun haben: im Marketing, in Management und Beratung, in der Öffentlichkeitsarbeit, im Personalwesen, Coaching, Journalismus. Im Kultur- und Bildungsbereich, der für die meisten Geisteswissenschaftler zunächst immer noch Berufsziel Nr. 1 darstellt, ist die Konkurrenz groß und der Einstieg mit Entgeltgruppen von TVöD 9 oder 10 niedrig – ein großer Nachteil für die Berufslaufbahn.

Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnete allein für Geisteswissenschaftler zwischen 2007 und 2013 ein Nachfrageplus der Wirtschaft von 80 Prozent. Speziell in wirtschaftlich guten Zeiten können Geisteswissenschaftler ihre Kreativität schon in der Berufswahl ausleben. In der Tat steigt die Beschäftigtenzahl kontinuierlich, allerdings ist der Anteil von Teilzeitarbeit mit 42 Prozent nicht unerheblich. Zudem droht immer die Gefahr unterqualifizierter Beschäftigung.

Auffällig ist, dass auch Sozialwissenschaftler nach ihrem Studium selten arbeitslos sind (0,9 Prozent) oder sich mit Gelegenheitsjobs herumschlagen müssten (2,3 Prozent). Gut ein Drittel findet – so die Arbeitsmarktprognose der Uni Göttingen – den direkten Weg in die Festanstellung, ein weiteres Drittel entscheidet sich für ein Masterstudium.

Durchschnittsverdienste als Professional 

Gehaltserwartungen nach Fach

 

Jahresbrutto in Euro[1]

Sozialwissenschaftler

Ca. 51.000

Geisteswissenschaftler

Ca. 46.000

Kulturwissenschaftler

Ca. 43.250

Gehaltserwartungen nach Berufsgruppen

 

Jahresbrutto in Euro

HR

54.950

Marketing und Kommunikation

50.500

Öffentlicher Dienst

45.200

Bildung und Soziales

38.200

 

Gehaltserwartungen in beliebten Jobs


Jahresbrutto in Euro

Unternehmensberater

66.200 – 114.000

Produktmanager

59.000

Marketingmanagement

58.100 – 65.400

Dolmetscher

55.700

Dozent (Hochschule)

54.000

Theologe

51.600

Lehrer

50.300

PR/Unternehmenskommunikation

49.500 – 62.700

Online-Marketing

49.000 – 58.500

Event-Manager

48.600 – 55.600

Personalreferent

48.000 – 60.250

PR-Berater

46.600

HR-Administration

45.000 – 55.200

Redakteur

45.000 – 50.000

Kundenberater (Strategie)

43.000

Content-Manager

42.800

Fachlicher Trainer / Coach

42.500

Soziologe

42.000

Theaterwissenschaftler

41.900

Regisseur

41.800

Marktforschung

41.000 – 47.000

Sozialpädagoge

39.000

Kulturmanager

36.700

Musiktherapeut

36.600

Übersetzer

36.000

Dramaturg

35.400

Bibliothekar

35.400

Mediengestalter

34.800

Sekretär/in

33.750 – 41.000

Marketingassistent

31.200

Buchhändler

30.000

Kundenberater (Einzelhandel)

26.300

Call-Center-Agent

25.000 – 32.250

Mit mehr als fünf Jahren Berufserfahrung
Quellen: Gehaltsvergleich.com / Stepstone / Focus / karriere.de / Robert Half Gehaltsübersicht 2016

 

Einflussfaktoren auf das Gehalt 

Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen

Geistes- und Sozialwissenschaftler sollten ihre praktischen Erfahrungen durch Weiterbildung untermauern. So steigen mit jedem Jobwechsel die Chancen, sich für ein höheres Gehalt ins Spiel zu bringen. Wirtschaftswissenschaftliche und IT-Kenntnisse sind wesentlich für die meisten Berufe. Zudem hilft je nach Einsatzgebiet unternehmerisches Denken, um sich in Vorstellungsrunden von anderen abzuheben. 

Branchen mit Mehrwert

In den klassischen Branchen für Geisteswissenschaftler und Sozialwissenschaftler wird weniger gezahlt als im Durchschnitt. Kultur, Medien, Bildung, Marketing & PR sind allesamt Branchen bzw. Berufsfelder, in denen die Gehälter niedrig sind und bleiben. Im Bereich Bildung und Training liegt das Jahresdurchschnittsgehalt für Professionals bei 39.500 Euro, im Öffentlichen Dienst und bei Verbänden ist ein Durchschnittsbrutto von 44.700 Euro/Jahr anzusetzen. Wer es via Quereinstieg in die Top-Branchen Finance, Pharma, Konsumgüter oder Chemie schafft und dazu noch in einem Konzern angestellt ist, kann mit wesentlich höheren Gehältern rechnen. Für Lehrer ist die Situation mit den am meisten verbreiteten Besoldungsstufen A12 (Grundschule) und A13 (Gymnasium/ Berufsschule) komfortabler, zumal sie keine Sozialabgaben entrichten müssen: Je nach Bundesland und Berufsjahren ist mit Gehältern zwischen 40.000 und 56.500 Euro/Jahr zu rechnen.

Ihr Realgehalt

Ob am unteren Rand mit gerade 25.000 bis 30.000 Euro oder bei über 65.000  Euro: Mit einem guten Jahresgehalt lässt es sich nicht in jeder Region gleich gut durchstarten. 

Denn so mancher scheinbare Gehaltsvorsprung entpuppt sich oft als echtes „Leerstück“.  Höhere Mieten in Großstädten wie München oder Frankfurt, die unterschiedliche Kaufkraft bei Lebensmitteln und Konsumgütern, Benzinkosten, Immobilienpreise, Infrastruktur – all das sind Faktoren, die sich im Portemonnaie bemerkbar machen. Ein vermeintliches Traumgehalt kann da schnell zu einem Trauma werden.

Um dem vorzubeugen, ist es ratsam, sich einen Überblick zu verschaffen, in welchen Städten und Regionen es sich finanziell am besten leben lässt. Im Umkehrschluss kann man dann auch ableiten, in welchen Städten ein höheres Gehalt wichtig ist, um die monatlich anfallenden Kosten zu decken.

Wieviel also ist das eigene Gehalt wirklich wert?
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung vergleicht die Gehaltsentwicklung in den Regionen und gleicht diese mit den Lebenshaltungskosten und anderen Ausgaben ab, die Durchschnittsdeutsche tätigen. 

All diese Werte ergeben den Regionalen Kaufpreisindex (RKI), aus welchem sich entnehmen lässt, wie viel das eigene Gehalt wirklich wert ist und in welcher Region es sich mit dem gleichen Gehalt besser leben lässt (mögliches Gehaltsplus). 

Die RKI-Berechnungen basieren noch auf dem bundesweiten Durchschnittsgehalt von 
28.950 Euro. Aktuell liegt das Medianentgelt aller Vollzeitbeschäftigten laut Bundesarbeitsagentur bei etwa 36.290 Euro/Jahr.

 

Aktuelle Trends und Tipps vom Berufsforscher

„Keine falsche Bescheidenheit, bitte!“

Interviewpartner:
Prof. Frank Wießner
Arbeitsmarkt- und Berufsforscher | Soziologie-Professor an der Universität Eichstätt-Ingolstadt

Das Interview führte Anne Koschik, Chefredakteurin

Geistes- und Sozialwissenschaftler werden vielerorts unterschätzt. Erhöhte Anforderungen in den Unternehmen nach Wissensintensivierung machen sie jedoch zu gefragten Fachkräften in Sachen Orientierung und Kulturvermittlung zwischen unterschiedlichen Unternehmens-funktionalitäten. Die Flexibilität der Bewerber ist dabei Voraussetzung und sehr wichtig. Sich etwas zu trauen, über Branchengrenzen hinwegzusehen und mit gutem Selbstwertgefühl aufzutreten, lautet das Gebot der Stunde. Dann stehen sich Geistes- oder Sozialwissenschaftler finanziell auch nicht schlechter als die übrigen Akademiker.

Sind die Gehälter, die an Geistes- und Sozialwissenschaftler gezahlt werden, gerecht?

Die Erwartungshaltung, wenig zu verdienen, ist bei Studierenden dieser Fächer weit verbreitet. Das ist aber eine grundverkehrte Einstellung! Insgesamt habe ich nicht den Eindruck, dass sie so viel weniger verdienen als Absolventen anderer Fächer. Außerdem: Selten wird in wenigen Bereichen mehr gelogen, als wenn es ums Geld geht.

Gibt der Arbeitsmarkt das tatsächlich her?

Zugegeben, der Arbeitsmarkt ist übersichtlich. Auf der einen Seite gibt es die Lehrer – und als Lehrer verdient man – insbesondere mit geisteswissenschaftlichem Fachhintergrund – relativ gut. Nehmen wir hierzu die Germanisten als Beispiel: Auch wenn der Schuldienst für junge und ambitionierte Absolventen nicht immer ein Sehnsuchtsort ist, so ist der restliche Arbeitsmarkt für Germanisten doch ziemlich überschaubar und entsprechend schwierig. Die „Schönheit der deutschen Sprache“ ist somit durchaus auch eine unsichere Option, das lässt sich leider nicht abstreiten.

Tatsache ist auch, dass Menschen, die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften studiert haben, oft in Branchen landen, die sich an den Tarifwerken des Öffentlichen Dienstes orientieren und teils noch weniger zahlen.

Aber Karrierepfade verlaufen sehr unterschiedlich, je nachdem wo man beginnt. Politologen, Soziologen, Geisteswissenschaftler müssen sich auch etwas trauen! Sie sollten sich nicht nur auf das im Studium Erlernte zurückziehen, sondern sich in die jeweiligen Branchen einarbeiten – Fähigkeiten, Wissen und Skills dafür sind vorhanden. Ein Beispiel ist die Personalarbeit: Über sie kann man sich karrieretechnisch entwickeln – bis in den Vorstand. Wichtig und spannend ist es zudem, schon während des Studiums zu überlegen: Wo bin ich mit 35? Statt: Wo beginne ich mit 25 nach dem Studium?

Welche Chancen haben Geistes- und Sozialwissenschaftler vor dem Hintergrund der Digitalisierung – also in Zeiten der Industrie 4.0?

Ausdruck der Moderne ist ihre Komplexität. Und je komplexer Dinge sind, desto erklärungsbedürftiger sind sie auch. Hier kommen die Geistes- und Sozialwissenschaftler ins Spiel: Sie können als Pfadfinder Orientierung schaffen und als „Kulturvermittler“ auftreten. Ein kleines Problem sehe ich zwar darin, dass Geistes- und Sozialwissenschaftler mit der Digitalisierung ein bisschen auf Kriegsfuß stehen. Hier treffen schon Welten aufeinander. Aber da muss man die Hürden eben niedriger legen, schließlich ist das Digitale nur ein „anderes“ Medium als das traditionell Gewohnte.  Auch die Universitäten sind gefordert, den akademischen Nachwuchs so vorzubereiten, dass er den Anschluss an die eigene Moderne nicht verliert. Technischer Wandel und Fortschritt sind doch selbstverständlich: Man muss vor allem die Regeln kennen, aber nicht unbedingt selbst programmieren können. Zudem haben wir es mit Digital Natives zu tun.

Wird der Bedarf an Mitarbeitern mit Kompetenzen und Stärken, wie sie Geistes- und Sozialwissenschaftler mitbringen, insgesamt größer?

Er wird es müssen. Auch auf der Nachfrage-, sprich Arbeitgeberseite wird das noch unterschätzt. Denn es bestehen erhöhte Anforderungen durch Wissens-intensivierung in Arbeits- und Produktionsprozessen, in der Informationsbeschaffung, -aufarbeitung und  -verbreitung oder bei den kommunikativen Fähigkeiten bzw. Sprachfertigkeiten. Ob situative oder interkulturelle soziale Kompetenz – das was Geistes-, Kultur- oder Sozialwissenschaftler können und ihnen so selbstverständlich vorkommt, wird immer mehr gefragt. Leider sind sie oft von einer falschen Bescheidenheit, einem Understatement geprägt, mit dem sie sich eher schaden. Dabei können sie viel, was zum Beispiel Ingenieure nicht können. In der Rolle von „Übersetzern“ können sie etwa Sprachbarrieren, die allein aufgrund unterschiedlicher Funktionalitäten bestehen, aufheben und im Unternehmen so für Transparenz und Verständnis sorgen.

Wenn ich Sie richtig verstehe, können erhöhte Nachfrage und ein stärkeres Selbstwertgefühl also auch die Gehaltshöhe beflügeln. Welche Zusatzqualifikationen sind denn jetzt gefragt?

Großes Potenzial ist bereits vorhanden, das Geschäftsleben benötigt weiche Faktoren und Formen der Empathie. Wichtig ist nun, diese Qualifikationen sichtbar werden zu lassen. Als Geistes-, Kultur- oder Sozialwissenschaftler muss ich zeigen, dass ich in der Moderne angekommen bin. Das kann zum Beispiel über regelmäßige Softwarenutzung geschehen, durch professionelle Onlinerecherche oder digitales Gestaltungsvermögen.

Wo können sich Geistes- und Sozialwissenschaftler weiterbilden?

Der Markt ist so heterogen wie die Geistes- und Sozialwissenschaftler selbst. Immerhin jeder vierte Student ist in eines dieser so genannten Orchideenfächer immatrikuliert. Und alle finden ihre Nische. 

In welchen Jobs/Branchen landen Geistes- und Sozialwissenschaftler am ehesten?

Das kann man nicht festlegen. Nach dem Abschluss sind die Suchzeiten etwas länger. Das Ganze ist auch ein Selbstfindungsprozess. Oft ist der erste Job nicht der beste, es gibt unfreiwillige Teilzeitarbeit oder Übergangslösungen. Ich kenne viele individuelle Erfolgsstorys. Berufliche Zufriedenheit spielt da übrigens eine große Rolle. 

Wichtig ist, das gerne zu tun, womit man einen beträchtlichen Teil seines Lebens verbringt. Oder umgekehrt: Wenn es eine Hölle gibt, dann gehört dazu sicher auch eine Arbeit, die man nicht gerne tut. Dafür muss das Schmerzensgeld ganz schön hoch ausfallen. Die Tendenz bei der jungen Generation ist jedoch, dass Zeit für Privates und Familie ein mit dem Gehalt vergleichbar hohes Gut ist. 

Müssen Geistes- und Sozialwissenschaftler generell Abstriche beim Gehalt machen, weil sie häufig als Quereinsteiger gelten?

Beim Einstiegsgehalt schon. Im Laufe der Zeit passen sich die Gehälter aber an.

In welchen Bereichen verdienen Geisteswissenschaftler am meisten? Und wo Sozialwissenschaftler?
Da sie über alle Branchen gestreut sind, lässt sich das nur schwer beantworten. Sie haben keine schlechteren Karten als andere Akademiker. Selbst Freelancer müssen nicht weniger fordern bzw. erwarten.

Ein hoher Anteil der Geisteswissenschaftler sind Frauen: Ist das Gehaltsniveau dadurch so niedrig, weil viele in Teilzeit arbeiten?

Es ist evident, dass Frauen oft zu kurz kommen, weil sie Kinder zur Welt bringen und Zeit mit deren Erziehung verbringen. Das ist gesellschaftlich natürlich höchst wünschenswert, kollidiert aber zeitlich oft mit jeder Phase, in der die Weichen für Karrierepfade gestellt werden. Das ist schlichtweg ungerecht. Das Bewusstsein verändert sich jedoch, zum Beispiel wenn es darum geht, in Teilzeit Karriere machen zu können. Elternzeit ist nicht mehr schädlich, vieles hat sich selbst in der Wissenschaft zum Guten gewandt. Wo schwangerschaftsbedingt früher Arbeitsverträge endeten, werden sie heute zumindest ruhend gestellt. So gibt es während der wissenschaftlichen Karriere mehr Sicherheit und Planbarkeit. Das Geschlechterverhältnis ist bei Wissenschaftlern mittlerweile sehr ausgewogen, dank Home-Office und Telearbeit.

Welche Ansprüche können Geistes- und Sozialwissenschaftler in Gehaltsverhandlungen stellen? Gibt es eine Verhandlungsstrategie, die Sie ihnen empfehlen?

Ein erster Schritt ist die Introspektion. Beraten Sie sich mit guten Freunden oder mit älteren Menschen. Bilanzieren Sie, was Sie während des Studiums alles gelernt haben, wo Sie gejobbt oder ein Praktikum gemacht haben. Dadurch sind Sie als Persönlichkeit gereift, haben Beziehungen aufgebaut und sind fokussierter geworden. Das wirkt in jeder Hinsicht bereichernd und zählt auch bei der Gehaltsverhandlung. 

Also:

  • Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel!  
  • Überlegen Sie, was Sie besonders gut können!
  • Machen Sie sich bewusst: Ihre Expertise ist nicht selbstverständlich, auch wenn Sie denken, das sei nichts Besonderes
Dieser Artikel ist erschienen am 11.04.2018
  • Frauen im Hintertreffen

    Personal und HR Mangement

    Personal und HR Management

    Das Durchschnittsgehalt von Fach- und Führungskräften liegt bei rund 52.600 Euro. Interessant: Obwohl im Personalwesen traditionell viele Frauen anheuern, verdienen diese im Schnitt mehr als 7.000 Euro/Jahr weniger als die männlichen Angestellten. Das zeigt die aktuelle Vergütungsstudie von Stepstone .

  • Die Erfahrung zählt

    Medien

    Medien

    Tätigkeiten im Medienumfeld, angefangen im Verlagswesen über TV, Radio und Internet erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Gerade die Digitalisierung hat die Branche maßgeblich verändert. Je nach Ausbildung sowie Tätigkeits- und Verantwortungsbereich reicht die Spanne zwischen den möglichen Jahresgehältern von 30.000 bis über 200.000 Euro.

  • Verdienstmöglichkeiten im Marketingbereich

    Marketing

    Marketing

    Wie in kaum einem anderen Job ist die Spanne bei den zu erreichenden Verdienstmöglichkeiten sehr groß: Fachkräfte im Marketing kommen laut der Kienbaum-Vergütungsstudie auf ein Jahres-Gesamtgehalt zwischen 30.000 Euro und 200.000 Euro im Jahr.

  • Stark variierende Gehälter im Officebereich

    Office

    Büroarbeit ist ein weitgefasstes Feld: Sie reicht von einfachen Sekretariatsaufgaben bis zu spezialisierten Office-Managementtätigkeiten. Da auch die Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind variieren die Gehälter stark: im Durchschnitt von 23.000 Euro bis ca. 60.000 Euro.

  • Spanne wie in kaum einem anderen Job

    Vertrieb

    Vertrieb

    Wie in kaum einem anderen Job ist die Spanne bei den zu erreichenden Verdienstmöglichkeiten sehr groß: Fachkräfte im Vertrieb kommen laut der Kienbaum-Vergütungsstudie auf ein Jahres-Gesamtgehalt zwischen 30.000 Euro und 200.000 Euro im Jahr.

 

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